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Angesichts ihrer viele uns bekannte Darstellungen kann man den Ursprung der Caorlina auf das 16. Jahrhundert zurückführen, aber er könnte sogar aufs 14. Jahrhundert zurückgehen. Ihre Herkunft scheint sich, auf Burano und vor allem auf Caorle zu beschränken, woraus ihr Name stammt. Dieses Boot, das in Chioggia gut bekannt war und in Portogruaro in der Werft Camuffo in mehreren Exemplaren gebaut wurde, fand tatsächlich große Verbreitung in der nördlichen venetischen Lagune.

Heute ist sie, dank der historischen Regatta von Venedig und der Vogalonga, in ihrer Form fast unverändert geblieben; sie ist nämlich allein in ihrer Kategorie und ist das Repräsentationsboot der Laguneninseln.

Der Rumpf der Caorlina ist einfach, schön und elegant, aber gleichzeitig praktisch, vor allem, wenn man denkt, daß es für den Transport entstanden ist. Sie stellt ein schönes Beispiel dar, wie das tägliche Handwerk manchmal zu perfekten Ergebnissen führt, und das ohne komplizierte Kalkulationen, sondern durch dauernde, vom praktischen Gebrauch diktierte Änderungen.

Der Rumpf der Caorlina konnte elf Meter Länge erreichen, aber er war eher schmal, weniger als zwei Meter Breite. Die Seiten waren parallel und gut über dem Boden gerundet. Dieser war natürlich flach und hatte bei voller Ladung nur 70 Zentimeter Tiefgang. Ihre Merkmale waren sehr schlanke und erhöhte Heck und Bug und gut gerundete Stevens.

Auf dieser Weise wurde die Caorlina immer in der venetischen Lagune für den Transport von Waren und Materialien jeder Art verwendet; außerdem wurde sie für den Fischfang con la seragia benutzt (d.h. mit Netzen, die an im Meeresboden eingerammten Pfählen gespannt waren).

Ihr Rumpf war an Bug und Heck teilweise mit Deck versehen und man konnte entweder mit Riemen (mit einem oder zwei Ruderern) oder mit dem Segel fahren; in diesem Fall wurde ein Mast eingesetzt und zwar näher am Heck und mit einem Luggersegel ausgerüstet. Die Caorlina war auch mit einem langen Steuerruder versehen, der den Segelmittelpunkt ausglich.

Caorline wurden in mehreren Orten gebaut, mit einigen Unterschieden von Ort zu Ort: sehr bekannt waren die Sile-caorline wegen ihre Robustheit; sie belieferten viele Unternehmer im Gebiet Treviso-San Donà-Caorle, fuhren auf den Flüssen Sile, Piave und Lemene, erreichten die Lagune und verbanden die verschiedenen Orte in Chioggia und Venedig.

Weitere Arten Caorlina sind auch als: der batelo a la Nicolota, die barca da tratarioi buranei und die barca da cogoleti bekannt. Dieses letzte Boot ist ungefähr 8,50 Meter lang und hat einen eigentümlichen, tief auf dem Niveau der nerve (waagerechte Bretter entlang der Seite) eingebauten trasto di mezzo.

 



Modell aus Sommereiche, Ulme und Nussbaum, mit Schellack angestrichen

Länge: 95 cm

Maßstab: 1:10

1959 von Umberto Miori gezeichnet