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Der sandolo puparin, oder einfach puparin, stellt in der Gattung der sandoli den raffiniertesten Typ dar: die Länge und die Leichtheit seines Rumpfs erweisen den außerordentlichen Perfektionsniveau, den die venezianischen Zimmerleute und Schliffszimmerleute erreicht haben.

Die Harmonie der Proportionen und der Strukturen, wo jede Einzelheit die gewünschte Form und Maß hat, wo nichts überflüssig ist und wo man nicht den kleinsten Fehler finden kann, die macht den puparin zur unübertoffenen Grenze der venetischen Lagunentradition. Mit der Ausnahme der Gondel ist der puparin das schnellste und flinkste Boot in der Lagune.

Der Rumpf ist meistens 9 bis 10 Meter lang und cirka 1,20 Meter breit; das Verhältnis Länge-Breite entspricht also etwa 8,20 und ist sogar höher als in der Gondel (7,60).

Der auffälligster Merkmal des puparins ist, wie in der Gondel, die Asymmetrie des Rumpfs: der Hauptschnitt wird von der Bug-Heck-Achse in zwei Teile geteilt, links 0,70 Meter, rechts 0,50 Meter.

Das Profil des Bodens kann eher gerade sein mit einer plötzlichen Biegung nach oben, ungefähr auf der Linie der Heckrudergabel (forcola di poppa). Die Krümmungen an Bug und Heck sind sehr ausgeprägt und geben einen Eindruck von Schlankheit und Flinkheit.

Das Heck ist deutlich höher als der Bug und dieser ist fast gerade und auf der Höhe der falche sehr ausgeweitet. Die falche unterbrechen sich ihrerseits plötzlich, um sich mit dem Vordersteven mit der typischen Konkavität zusammenzufügen.

An Bug und Heck gibt es das übliche Teildeck, das aus Planken (den so genannten fiuboni) besteht: an Bug sind die Planken flach und schräg in Form eines Dachs, am Heck sind sie gebogen; in der Mitte läuft eine charakteristische gezahnte Latte, die so genannte sentoina.

Am Heck liegt links eine Holzplattform, der solarai, der jenseits vom trasto in die soranerva weitergeht; diese verbindet sich durch eine weite Kurve mit der eigentlichen nerva. Derart kann der Ruderer, wie in der Gondel, auf dem Deck stehen: er stellt den linken Fuß nach vorne und den rechten stemmt er nach hinten gegen eine kleinere Plattform, den ponta pie.

Die sanconi, die nicht gerade, sondern auf der Höhe der nonboli gerundet sind, können, wie im normalen sandolo oder in der Gondel, auf beiden Seiten der piana aufgestellt werden; sie werden oben von der nerva und unten vom corbolo miteinander verbunden.

 



Modell aus Sommereichen-, Mahagoni- und Ahornholz - mit Schellack angestrichen

Länge: 97 cm

Maßstab: 1:10

1960 von Umberto Miori herausgeholt