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Die topa ähnelt dem topo und sie stammt tatsächlich aus diesem.

Der größte Unterschied ist der fast senkrechte Spiegelheck: die Querschnitte, das Bugprofil und die Konkavität des Bodens (sentina) sind praktisch gleich.

Die topa ist eigentlich eine Vereinfachung vom topo und geht wahrscheinlich auf die ersten Jahrzehnte dieses Jahrhunderts zurück, als es bei der wohlhabenden Klasse Mode war, für die Freizeit örtliche Boote zu verwenden.

Die Struktur des Rumpfs ist daher leichter als bei einem Arbeitsboot.

Als Segelboot für die Freizeit entstanden, ist die topa heute fast immer mit einem Außenbordmotor versehen: wegen ihrer Form und der Schräge des Spiegels eignet sie sich nämlich ganz gut dem mechanischen Antrieb, auch wenn sie nicht dazu geplant war.

Die Länge der topa variiert zwischen 5 und 8 Metern ungefähr. Die größeren Exemplare werden, wie etwa die "moto-topi" für den Transport benutzt: ihre Struktur ist robuster und die Seiten sind durch Verstärkungen (botassi) geschützt.

Text von Ugo Pizzarello

 

Die Spiera

Die "spiera" war ein schöner Istrien-Stein, das an Bord der aufs offene Meer hinausfahrenden Boote nicht fehlen durfte. Man wählte ihn aus einer Steinlawine auf irgendeinem Ufer oder unter der Steinen des Damms und hoffte, ihn nie benutzen zu müssen. Der Stein sollte ungefähr den Ausmaß eines "Panettone" (berühmter Weihnachtskuchen) haben, oder wenig mehr, und man ließ ihn vom Schmied mit zwei gekreuzten Eisenstreifen und einem großen Griff für das Seil als Paket anfertigen.

Man verwendete den Stein im Fall eines plötzlichen, starken Sturm, um den Bug mit einer weichen Verankerung auf dem Meer zu halten, damit das Boot sich langsam mit Bug auf dem Wasser treiben lässt. So was macht man auch mit einem Treibanker. Aber noch nützlicher war der Stein, wenn man, bei stürmischem Meer an Heck, in einen der schwierigen Häfen unserer Küste hineinfahren wollte und die Brecher die Überfahrt der Untiefe riskant machten. Da konnte man, falls die Sache schief ging, das Boot nicht mehr abdrehen und aufs offene Meer zurück fahren.

So brachte man den Bug, innerhalb der Hafeneinfahrt, in die günstigste Landungsrichtung und man warf aus dem Heck den Stein mit etwa dreißig Metern Tau; der Stein verlangsamte erheblich das Gleiten des Rumpfs über die Brecher, hielt das Heck fest und vermied, daß das Boot sich quer stellte.

Da es bei solchen Umständen auch nicht leicht war, anzuhalten und, bei Gegenwind, den Segel zu streichen, konnte man so am Heck den Gang des Boots bremsen und mit dem kleinen Takel (manticio genannt) die Segelrah heben. Auf dieser Weise fuhr das Boot, mit halb eingeholtem Segel, in die Mündung oder in den Kanalhafen hinein.

Luigi Divari - "Il Topo", Maredicart-Verlag

 



Länge: 71,30 cm

Maßstab: 1:10

Modell aus Lärchen-, Sommereichen- Buchen- und Nußbaumholz - mit synthetischen Glanzlack angestrichen

bemalte und gereffte Segel - nach einem Bild von Ugo Pizzarello gebaut