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Die Trabakel war, in ihrer verschiedenen Arten, das verbreitetste Transportfahrzeug auf der Adria. Sie hatte folgende Kennzeichen: bauchigen Bug und Heck, minimalen Tiefgang und ein ganz klassisches Länge/Breite-Verhältnis von zirka drei zu eins.

Diese Schiffe wiesen, je nach ihrem Bauort, einige Verschiedenheiten in der Rumpfform auf: an der Marken-Küste waren sie bauchiger, an der venetischen hatten sie einen eher flachen Boden, in Dalmatien waren sie sternförmig und hatten einen schlanken Bug.

Die Trabakel hatte eine einfache, aber robuste Struktur, sie war mehr Schiff als Boot. Dank auch der großen Luke in ihrer Mitte verfügte sie über eine gute Ladungsfähigkeit. Ihr Preis war mäßig und sie benötigte nur eine kleine Mannschaft: vier bis sieben Personen.

Die Länge des Rumpfs konnte 12 bis 25 Metern betragen und ihr Tonnengehalt ging von 8 bis über 150 Tonnen. Sie war mit einem langen timone a calumo (Steuerruder mit Außenkabel) ausgestattet, der tiefer unter den Kiel hinab ging und bei schneller Geschwindigkeit die Abdrift beschränkte.

Die Trabakel stammt aus den bauchigen mittelalterlichen Schiffen, deren Rumpfproportionen sie unverändert behält.

Das älteste Zeugnis der Trabakel stammt aus dem Jahr 1693: es erwähnt ihre Verwendung als Fischerboot.

An der Marken- und Romagna-Küste baute man nämlich für den Fischfang Boote dieser Art. Sie waren aber kleiner im Vergleich zu den späteren Handelsschiffen und hießen barchetti oder barcoli.

Die Trabakel hatte gewöhnlich zwei mit Luggersegeln versehenen Masten, der Bugsegel hing rechts und der Hecksegel links vom Mast. Sie besaß dazu ein langes Bugspriet mit verschiebbarem Stagsegel.

Dieses Schiff verbreitete sich im ganzen Mittelmeer und seine besondere Besegelung, die auch mit voller Ladung bei Rückenwind eine bequeme Fahrgeschwindigkeit erlaubte, wurde als "Trabakel-Besegelung" bekannt.

Die barchetti, die speziell für den Fischfang verwendet wurden, trugen ihre zwei Luggersegeln dagegen links der jeweiligen Masten, so war die rechte Seite frei, um die Netze hochzuziehen.

Um die Betätigung an Bord schneller und effizienter zu machen, fing man nach der Hälfte des 19. Jh. an, einen Besansegel zu benutzen mit einer Besegelung, die in Venetien a piffero (pfeifenformig) genannt wurde.

Nicht wenige Verzierungen schmuckten dieses Schiff: die Färbung von Rumpf und Segel, die Augen am Bug (oculi), der so genannte pelliccione oder cuffia (Haube), die Skulpturen über die Girlanden (zoie), und die richtbaren Windrichtungszeiger (als penèli oder cimarole bekannt).

Jahrhundertelang waren die Trabakeln also schnelle Beförderungsmittel und jedes Mal waren sie bis zum Unwahrscheinlichen geladen, aber ihre Verwendung war vielfältig: für den Fischfang, für den Schmuggel, als Kanonenboot, als bewaffnetes Brückenschiff oder als Landefahrzeug. Sie wurden also von mehreren Marinen als Kriegsschiffe benutzt und sie erwiesen sich dabei als vielseitig. Sie widersetzten sich irgendwie dem Anbruch vom Motor.

Eine besondere Art Trabakel war die Pièligo. Einst unterschied sie sich nur durch ein kleines Aufbaudeck an Heck. Sie entwickelte dann allmählich ihren Rumpf von Bug zu Heck und am Ende des 19. Jh. sah sie ganz anders aus: sie hatte ein Heckspiegel und ihre Form ermöglichte die höchste Verwertung des Segels. Besonder und sehr beliebt waren die Pièligos aus Chioggia.

Es kam auch zum "Hermaphroditen", wo der Vormast mit Quadratsegeln bespannt war und der Großmast mit einem großen Luggersegel. Von der Trabakel bleiben heute nur noch wenige Exemplare, die dem Sandtransport der Nachkriegsjahre überlebt haben. Später wurde ihre Verwendung nämlich zu teuer: die Trabakel war für die Küstenschifffahrt langsam und mit dem LKW-Transport nicht konkurrenzfähig; so wurde sie zugunsten modernerer Wasserfahrzeuge zur Seite gemacht.

Einige seltene, als Jachten oder Schulschiffe umgewandelte Exemplare, fahren noch auf der Adria und erregen die Neugier der Leute, die ihnen begegnen.

 



Modell aus Kastanien-, Mahagoni-, Nussbaum-, Sommereichen- und Ahornholz

Gesamtlänge: 145 cm

Maßstab: 1:25

2 Luggersegeln, 2 Klüver